Operation Allied Force
Einsatz von Marschflugkörpern im Kosovokrieg 1999


Vom 24. März bis 10. Juni 1999 führte die NATO gegen Jugoslawien einen Luftkrieg. Die NATO glaubte mit der Resolution 1199 zu diesem Krieg durch den UN-Sicherheitsrat ermächtigt worden zu sein, allerdings wiesen die Resolutionsbeschlüsse bzw. Maßnahmen kein solches Mandat aus. 15 Jahre später wird der ehemalige Bundeskanzler äußern, dass die Bundesrepublik Völkerrecht gebrochen hat.
Im After-Action Report zum Kosovokrieg vor dem US-Kongress führte der US-Verteidigungsminister William S. Cohen am 31. Januar aus, worum es der NATO ging:
- Sicherung der Stabilität Osteuropas,
- Vereitlung von ethnischen Säuberungen,
- Sicherung der Glaubwürdigkeit der NATO.

Keines dieser Ziele wurde mit militärischen Mittel erreicht. Zu diesen Mitteln gehörten auch Marschflugkörper - vom Typ AGM-86C wurden 72 und vom BGM-109 TOMAHAWK wurden 238 eingesetzt. Erstmals startete die Royal Navy von ihrem U-Boot HSS "Splendid" 20 seegestützte Marschflugkörper. Der jugoslawischen Truppenluftabwehr gelangen insgesamt 45 Abschüsse von Marschflugkörpern.

Das Ausmaß der Kriegskosten wird auch an den Zahlen deutlich, die Cohen im After-Action Report nannte:
- 431 Mio $ kostet die Modernisierung von 624 Tomahawks und
- 178 Mio $ kostet die Ausrüstung von 322 ALCM mit konventionellem Gefechtskopf.