Erster Golkrieg (1980-1988)

Der erste Golfkrieg von 1980-1988 entwickelte sich zum längsten und blutigsten Krieg zwischen zwei Entwicklungsländern. In diesem Krieg waren zwischen 1980 und 1988 im Irak und Iran fast eine Million Menschen geopfert worden. Dabei war der Einsatz von ballistischen Raketen gegen die Zivilbevölkerung ein unrühmliches Kapitel.
Anfangs setzten die irakischen Streitkräfte Raketen vom Typ LUNA-M (FROG-7) gegen iranische Grenzstädte wie Dezful oder Andimeshk ein. Am 27. Oktober 1982 trafen Dezful Raketen vom Typ 8K14 (SCUD-B), es waren 21 Tote und 100 Verwundete zu beklagen. Fünf Jahre später startete die iranische Armee ihre erste operativ-taktische Rakete.
Am 8.11.1987 kamen die Reichweiten gesteigerten Al-Hussein gegen den Iran zum Einsatz. Das wuchs ab Ende Februar zur 5. Welle des "Kriegs der Städte" aus, in dem selbst die Zivilbevölkerung der Hauptstädte Teheran und Bagdad Opfer durch Raketeneinsätze zu beklagen hatte. Eingeläutet wurde dieser Krieg der Städte durch die Bombardierung der Rey-Ölraffinerie bei Teheran am 27.2.1988. Der schwerste Angriff auf Teheran erfolgte am 6. März 1988, als 33 SCUD-C-Treffer zu 60 Toten und 130 Verwundeten führten. Insgesamt flüchteten in den zwei Monaten über 20% der Bevölkerung Teherans, weit über tausend Tote waren durch Al-Hussein-Einschläge zu beklagen.