Raketentechnologie-Kontrollregime
Missile Technology Control Regime (MTCR)

Am 16. April 1987 vereinbarten die G7-Staaten, die Weitergabe von Raketentechnologien zu militärischen Zwecken zu unterbinden.

Das Ziel des MTCR besteht insbesondere darin, der Weiterverbreitung von Trägermittel für Massenvernichtungswaffen also ballistische Raketen, Flügelraketen und Drohnen den Kampf anzusagen. Diese Vereinbarung gilt dabei für Trägermittel mit einer Reichweite von über 300 km und einer Nutzlast von mehr als 500 kg. Ausdrücklich sind Raketentechnologien für zivile Raumfahrtprogramme ausgenommen.

Eine militärische Rakete besteht aus Träger und Gefechtsladung. Der MTCR dient der Unterbindung der Proliferation bei den Trägermittel, der Atomwaffensperrvertrag (NPT von 1970), die Biowaffenkonvention (BWC von 1975) und die Chemiekonvention (CWC von 1997) bilden die Grundlage für Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung von entsprechenden Gefechtsladungen.

Die MTCR-Vereinbarung besteht aus Richtlinien, nach denen verfahren wird, und einem Anhang in dem zwei Kategorien von technischen Mitteln, die dieser Vereinbarung unterliegen, aufgeführt sind.

Die wichtigsten Argumente der Kritiker stellen darauf ab, dass die MTCR-Vereinbarung kein international verbindlicher Vertrag ist und dass die Regularien bzgl. der zivilen Raumfahrt die Nutzungsarten verwischen lässt (dual capable).