INF-Vertrag vom 08.12.1987

Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan und der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow den INF-Vertrag zwischen den USA und der Sowjetunion . Dieser Vertrag beinhaltete vor allem die Vernichtung bodengestützter nuklearer Mittelstreckenraketen. In den Vorverhandlungen wurde der Vertragsgegenstand auf die Raketen kürzerer Reichweite ausgeweitet, er hatte allerdings nicht die Raketensysteme vom Typ PERSHING-1A der BRD und die OKA-Raketensysteme der DDR, der CSSR und Bulgariens zum Gegenstand. Damit gab es erstmals einen Vertrag, der nicht nur auf die Kontrolle bzw. die Begrenzung von Rüstungen abzielte, sondern er war ein realer Abrüstungsvertrag. Ja mehr noch, es handelte sich um den vollständigen Verzicht auf eine komplette Waffengattung! Diese Zäsur war so bedeutend, dass viele dieses Datum als das Ende des Kalten Krieges ansahen.

Zum Vertrag gehörten noch folgende Dokumente:
• das Memorandum of Understanding on Data
• das Protokoll über die Rolle und die Prozeduren der Inspektionen und
• das Protokoll über die Zerstörung der Raketen.

Die Gefechtsraketen wurden durch Sprengung, Start oder Zerlegung vernichtet:
seitens der USA
• 234 Pershing 2
• 443 GLCM;

seitens der Sowjetunion
• 238 TEMP-S (SS-12),
• 149 R-12 (SS-4),
• 650 PIONER (SS-20).