Raketenartillerie der Bundeswehr

Die Raketenartillerie der Bundeswehr stand von Anfang im Zusammenhang mit der nuklearen Teilhabe im Fokus der Aufmerksamkeit. Gerade sie galt als Symbol des kalten Krieges. Im März 1958 stimmte der Bundestag entgegen der öffentlichen Meinung für Atomwaffen auf deutschem Boden.
Damit hielten Nuklearraketen Einzug in die Bundeswehr. Unter dem Kommando der jeweiligen Armeegruppe standen die beiden Flugkörpergeschwader mit den Pershing-Raketen. Den Armeekorps waren Raketenartilleriebataillone unterstellt, die zuerst das System "Sergeant" und danach die "Lance" im Bestand hatten. Schließlich gab es auf der Ebene der Divisionen bis Ende der 70er Raketenartilleriebataillone, die mit dem Raketenwerfer "Honest John" ausgerüstet waren. Mit Beginn der 90er Jahre wurden die Boden-Boden-Raketen aus der Bewaffnung genommen.