Vertrag über ein Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser

(engl. TREATY BANNING NUCLEAR WEAPON TESTS IN THE ATMOSPHERE, IN OUTER SPACE, AND UNDER WATER,
kurz begrenztes Atomteststoppabkommen - Partial Test Ban Treaty, PTBT)

1963 wurde ein begrenztes Atomteststoppabkommen beschlossen. 110 Staaten hatten diesen Vertrag bis Ende 1963 unterzeichnet, darunter weder Frankreich noch China. Der Vertrag beinhaltete folgende Ziele:

"schnellstmöglich ein Abkommen über eine allgemeine und vollständige Abrüstung unter strikter internationaler Kontrolle im Einklang mit den Zielsetzungen der Vereinten Nationen zu erreichen, das dem Wettrüsten ein Ende machen und den Anreiz zur Produktion und zur Erprobung aller Arten von Waffen, einschlie▀lich Kernwaffen, beseitigen würde, die Einstellung aller Versuchsexplosionen nuklearer Waffen für alle Zeiten zu erreichen suchen, entschlossen, die diesbezüglichen Verhandlungen fortzusetzen, und von dem Wunsch beseelt, der Vergiftung der Umwelt des Menschen durch radioaktive Substanzen ein Ende zu setzen".

Was wurde erreicht?
Aufgehört haben Kernwaffenversuche im All (USA: 6 Versuche, UdSSR: 4 Versuche). Damit wurde einer friedliche Nutzung des Weltraumes die Bahnen geebnet. Stark eingeschränkt wurde die radioaktive Vergiftung der Atmosphäre (Fallout). Beendet wurden Truppenübungen bei realem Kernwaffeneinsatz (USA: 8 Übungen - Desert Rock Exercises -, UdSSR: 2 Übungen).

Was wurde nicht erreicht?
Das Wettrüsten wurde nicht gestoppt. Das vollständige Atomteststoppabkommen (CTBT) wurde nicht realisiert. Anreize zur Produktion und Erprobung von Waffen gibt es in einer auf Gewinn ausgerichteten Gesellschaft mehr denn je.