Bundestagsdebatte 20.-25.03.1958

Die Bundestagsdebatte vom 20. bis 25. März leitete Konrad Adenauer mit folgenden Worten ein: "Es handelt sich um die Einführung von Raketenkernwaffen und die Frage der nuklearen Waffen im Bereich der NATO." Anlass der Bundestagsdebatte war die nachfolgende Aprilkonferenz der NATO, die die vom Parlament abgesegnete Haltung der Vertreter der BRD in der Frage nuklearer Bewaffnung erforderte. Die Entscheidung des Parlaments basierte nicht auf dem Willen der Bevölkerung, im Februar 1958 belegte unter anderem eine Umfrage des EMNID-Instituts Bielefeld andere Ergebnisse. Nach dieser Befragung sprachen sich 83% der Befragten gegen die Errichtung nuklearer Raketenabschussbasen aus. Im Vorfeld und im Nachhinein gab es eine Reihe innenpolitischer Ereignisse gegen diesen Schritt von der Erklärung von Naturwissenschaftlern über den abgeschmetterten Versuch von Volksbefragungen bis hin zu Streiks von mehreren Zehntausenden von Arbeitern.